Anzer Kabel - Ihr Kabelkonfektionär für individuelle Lösungen
Bei Anzer Kabel entsteht jede Kabelkonfektion in mehreren aufeinander abgestimmten Verarbeitungsschritten. Je nach Anwendung und Anforderung werden die Arbeitsgänge gezielt kombiniert, sodass am Ende eine Lösung entsteht, die sich zuverlässig in Ihre Maschinen, Anlagen und Geräte integrieren lässt.
Viele Projekte beginnen mit einer individuellen Anfrage. Auf Basis der jeweiligen Anforderungen prüft unsere Konstruktion, wie sich die gewünschte Lösung technisch und wirtschaftlich sinnvoll umsetzen lässt. Dabei werden sowohl funktionale Aspekte als auch die Fertigungsprozesse berücksichtigt. Im Aschluss werden die entsprechenden Unterlagen und Zeichnungen erstellt und die einzelnen Verarbeitungsschritte definiert.
Die Kabelkonfektionierung erfolgt auf dieser Grundlage in klar strukturierten Abläufen. Vom Zuschneiden und Abisolieren über das Crimpen und Verzinnen bis hin zur Montage von Steckverbindern oder kompletten Baugruppen greifen die einzelnen Arbeitsschritte ineinander. Geeignete Maschinen und Werkzeuge, erfahrene Mitarbeiter und abgestimmte Prozesse sorgen dabei für eine gleichbleibend hohe Qualität und reproduzierbare Ergebnisse.
Als Kabelkonfektionär legen wir großen Wert darauf, jeden Verarbeitungsschritt präzise und entsprechend der jeweiligen Anforderungen umzusetzen. Gleichzeitig ermöglichen unsere flexiblen Strukturen, auch individuelle Lösungen effizient zu realisieren – von Einzelstücken und Mustern bis hin zur Serienfertigung.
Durch die Kombination aus Erfahrung, Fertigungskompetenz und klar definierten Abläufen entstehen bei Anzer Kabel Kabelkonfektionen, die sowohl technisch als auch wirtschaftlich überzeugen und den Anforderungen im Einsatz dauerhaft standhalten.
Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen, welche Verarbeitsschritte wir bei Anzer Kabel durchführen und wo es dabei drauf ankommt.
Wenn Sie Fragen zu unseren Abläufen und Prozessen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Seite und beraten Sie.
Crimpen
Das Crimpen ist ein Verfahren in der Kabelkonfektion, das der Herstellung mechanisch fester und elektrisch sicherer Verbindungen dient, wobei der elektrische Leiter mit einem Kontakt verpresst wird. Hierbei wird vorab die Isolation des Litze entfernt, sodass die Kupferhärchen freigelegt werden. Anschließend wird der abisolierte Leiter in den Crimpkontakt eingelegt. Mit Hilfe eines geeigneten Crimpwerkzeugs, das je nach Anwendung manuell, halbautomatisch oder vollautomatisch betrieben werden kann, wird der Kontakt mit einer definierten Kraft verpresst, sodass er sich dauerhaft und formschlüssig um die Litzen legt.
Das Crimpen kommt bei unterschiedlichen Leitungsarten zum Einsatz, unter anderem bei Einzellitzen, mehradrigen Leitungen oder Flachbandleitungen. Je nach Anwendung werden dabei unterschiedliche Kontakte, Werkzeuge und Verfahren verwendet, die exakt aufeinander abgestimmt sind.
Der Vorteil des Crimpens liegt in der hohen Prozesssicherheit, der guten elektrischen Leitfähigkeit, der Vibrationsfestigkeit sowie der Möglichkeit, den Prozess effizient zu automatisieren. Die Beurteilung der Crimpverbindung erfolgt anhand visueller Prüfkriterien, einer Auszugskraftmessung und der Beurteilung mittels Schliffbildanalyse. Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Crimpverbindung sind korrekt abgestimmte Werkzeuge, geeignete Materialien und die Einhaltung normativer Vorgaben.
Aderendhülsen
Die Verarbeitung von Aderendhülsen ist ein wichtiger Arbeitsschritt in der Kabelkonfektion und dient dazu, feindrähtige Leiter für den Anschluss in Klemmen oder Steckverbindungen vorzubereiten und dauerhaft zu stabilisieren.
Es wird eine geeignete Aderendhülse, die hinsichtlich Querschnitt und Länge auf den Leiter abgestimmt ist, über die freigelegten Kupferhärchen geschoben, sodass diese vollständig in der Hülse aufgenommen werden. Im nächsten Schritt erfolgt das Verpressen der Aderendhülse mit einem passenden Crimpwerkzeug, wodurch die Hülse plastisch verformt wird und sich fest um die Litzen legt. Dieser Vorgang sorgt dafür, dass die einzelnen Drähte gebündelt und mechanisch stabilisiert werden, wodurch ein Aufspleißen verhindert und ein sicherer elektrischer Kontakt gewährleistet wird.
Eine korrekt verarbeitete Aderendhülse zeichnet sich durch eine gleichmäßige Verformung, festen Sitz und unbeschädigte Litzen aus. Nach dem Crimpen erfolgt eine Sichtprüfung oder und die Sicherstellung der Auszugskraft mittels Zugtest, um die Qualität der Verbindung sicherzustellen.
Die professionelle Konfektionierung von Aderendhülsen ist ein entscheidender Schritt für sichere, normgerechte und langlebige Elektroinstallationen. Sauber verarbeitete Aderendhülsen sorgen für optimale Kontaktqualität und maximale Betriebssicherheit, egal ob im Schaltschrankbau, Maschinenbau oder in der Gebäudetechnik.
Unser Maschinenpark kann Aderendhülsen im Querschnittsbereich von 0,14 mm² bis 240 mm² verarbeiten und mit Hilfe von unseren Halbautomaten können wir als Kabelkonfektionär die Aderendhülsen wirtschaftlich verarbeiten und eine gleichbleibend hohe Verarbeitungsqualität gewährleisten.
Besonders bei Einzellitzen oder feindrähtigen Leitern kommen Aderendhülsenn zum Einsatz, wobeo der abisolierte Leiter in eine Aderendhülse eingeführt und anschließend verpresst wird.
Ziel ist es, die einzelnen Litzen zu bündeln und eine definierte, stabile Anschlussfläche zu schaffen.
Sealbestückung
Der Verarbeitungsschritt der Sealbestückung werden Dichtelemente – sogenannte Seals oder Dichtungen – auf einzelne Leitungen aufgebracht. Ziel ist es, Steckverbindungen zuverlässig gegen das Eindringen von Feuchtigkeit, Staub oder anderen Umwelteinflüssen zu schützen.
Dieser Schritt in der Kabelkonfektionierung erfolgt vor dem eigentlichen Crimpvorgang. Dabei wird das Seal zunächst auf die Leitung aufgeschoben und anschließend beim Crimpen in die korrekte Position gebracht. Entscheidend ist, dass die Dichtung exakt sitzt, da sie später im Steckverbindergehäuse an der vorgesehenen Stelle abdichten muss.
Die Sealbestückung kommt vor allem bei Anwendungen zum Einsatz, bei denen erhöhte Anforderungen an Dichtigkeit und Schutz bestehen, bspw. in der Elektrotechnik, im Maschinenbau oder in Umgebungen mit erhöhter Feuchtigkeits- oder Staubbelastung.
Eine ordnungsgemäß bestückte Dichtung trägt dazu bei, dass die Verbindung die geforderten Schutzarten erfüllt und langfristig zuverlässig funktioniert. Voraussetzung dafür sind abgestimmte Komponenten, geeignete Werkzeuge sowie eine präzise Verarbeitung im Fertigungsprozess.
Durch den Einsatz von Halbautomaten oder durch automatisierte Prozesse lässt sich die Sealbestückung prozesssicher und reproduzierbar umsetzen – sowohl für Einzelanfertigungen als auch für Serienproduktionen.
Kompaktieren
Das Kompaktieren ist ein Verarbeitungsschritt in der Kabelkonfektion, bei dem feindrähtige Leiter durch mechanisches Verdichten in ihrer Form stabilisiert und in ihrem Querschnitt optimiert werden, um eine bessere Weiterverarbeitung und Kontaktierung zu ermöglichen. Die Litzen werde durch eine Kompaktiermaschine zusammengepresst, wobei sie dichter aneinandergeführt und miteinander verschweißt werden.
Ziel des Kompaktieren ist es die Kupferhärchen zu bündeln und eine definierte Geometrie zu erzeugen, die insbesondere für nachfolgende Prozesse, wie die Montage von Steckverbindern, erforderlich ist. Hierbei wird das Risiko reduziert, dass einzelne Litzen beim Einführen in Kontakte oder Hülsen abstehen oder beschädigt werden.
Das Kompaktieren kommt insbesondere bei Anwendungen zum Einsatz, bei denen Leiter in Kontakte, Hülsen oder Steckverbinder eingeführt werden müssen. Durch die Verdichtung wird das Risiko reduziert, dass einzelne Litzen abstehen, sich aufspreizen oder beim Einführen beschädigt werden. Gleichzeitig wird eine gleichmäßige Kontaktierung unterstützt.
Löten & Verzinnen
Das Löten und Verzinnen sind Verfahren in der Kabelkonfektion, bei denen wir Leiter durch den Einsatz von geschmolzenem Lot elektrisch und mechanisch verbinden und für weitere Verarbeitungsschritte vorbereiten. Beim Verzinnen wird ein abisolierter, feindrähtiger Leiter in ein Zinnbad eingetaucht mit geschmolzenem Lot benetzt, sodass sich eine dünne Zinnschicht gleichmäßig um die einzelnen Kupferhärchen legt. Dieser Vorgang dient dazu, die Litzen zu bündeln, vor Oxidation zu schützen und das Einführen in Steckverbinder zu erleichtern oder spätere Lötprozesse vorzubereiten.
Beim eigentlichen Löten wird der vorbereitete Leiter mit einem Schalter, Steckverbinder oder einer Platine verbunden, indem das Lot durch Wärmezufuhr aufgeschmolzen wird und nach dem Abkühlen eine feste, leitfähige Verbindung bildet. Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Lötverbindung sind saubere, fettfreie Oberflächen, die richtige Temperaturführung sowie die Verwendung geeigneter Flussmittel, die die Benetzung verbessern und Oxidschichten entfernen.
Eine korrekt ausgeführte Lötstelle zeichnet sich durch eine gleichmäßige, glänzende Oberfläche, vollständige Benetzung und einen festen mechanischen Halt aus.
Das Löten und Verzinnen kommt unter anderem bei Einzellitzen, mehradrigen Leitungen oder Flachbandleitungen zum Einsatz, also überall dort, wo eine definierte, stabile Leitergeometrie erforderlich ist oder bestimmte Anschlussarten vorgesehen sind.
Schneiklemmtechnik
Die Schneidklemmtechnik ist ein Verfahren in der Kabelkonfektion, bei dem elektrische Leiter ohne vorheriges Abisolieren direkt mit einem Steckverbinder verbunden werden. Dabei wird der isolierte Leiter in eine speziell geformte Kontaktklemme eingeführt, die über scharfe Schneidkanten verfügt. Beim Einpressen des Leiters durch ein geeignetes Werkzeug schneiden diese Kanten die Isolierung gezielt auf und stellen gleichzeitig den elektrischen Kontakt mit dem Leiter her.
Durch diesen Vorgang entsteht eine mechanisch stabile und elektrisch zuverlässige Verbindung, ohne dass zusätzliche Vorbereitungsschritte wie das Abisolieren erforderlich sind.
Aufgrund der hohen Effizienz und Prozesssicherheit ist die Schneidklemmtechnik besonders für Anwendungen mit hohen Stückzahlen und standardisierten Verbindungen geeignet.
Die Schneidklemmtechnik kommt bspw. bei Flachbandleitungen, aber auch bei Einzellitzen oder Mehraderleitungen zum Einsatz. Typische Anwendungen finden sich unter anderem in der Elektrotechnik, in Steuerungen oder bei standardisierten Steckverbindungen, bei denen eine schnelle und prozesssichere Kontaktierung gefordert ist.
Beschriftung
Die Beschriftung ist ein wichtiger Verarbeitungsschritt in der Kabelkonfektion und dient der eindeutigen Identifikation von Leitungen während der Montage, Inbetriebnahme und Wartung. Dabei werden Leitungen, Adern oder Steckverbindungen mit Informationen wie Kennzeichnungen, Nummern oder Symbolen versehen, um Verwechslungen zu vermeiden und die Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.
Zu Beginn wird festgelegt, welche Beschriftungsart entsprechend den Anforderungen und Umgebungsbedingungen eingesetzt wird, bspw. durch Bedrucken von Schrumpfschläuchen, Etiketten, Markierhülsen oder direkt auf der Leitung mittels Inkjet- oder Prägeverfahren. Anschließend wird die Beschriftung mit den vorgegebenen Daten erstellt und auf das jeweilige Kabel aufgebracht, wobei auf eine gut lesbare, dauerhafte und positionsgenaue Anbringung zu achten ist.
Die Beschriftungfindet sowohl bei Einzellitzen als auch bei mehradrigen Leitungen, Kabelsätzen oder kompletten Baugruppen Anwendung. Besonders in komplexen Anwendungen, bspw. im Maschinen- und Anlagenbau oder in der Steuerungstechnik, ist eine eindeutige Kennzeichnung entscheidend, um Installations- und Wartungsarbeiten effizient durchführen zu können.
Montage von Steckverbindern
Die Montage von Steckverbindungen ist ein zentraler Verarbeitungsschritt in der Kabelkonfektion, bei dem vorbereitete Leitungen mit Steckverbindern zu einer funktionsfähigen elektrischen Verbindungseinheit zusammengefügt werden. Die zuvor bearbeiteten Leiter, bspw. durch Crimpen oder Verzinnen, werden in die vorgesehenen Kammern des Steckverbindergehäuses eingeführt. Dabei ist auf die korrekte Position, Kodierung und Einrastung der Kontakte zu achten, sodass ein sicherer Halt und eine zuverlässige elektrische Verbindung gewährleistet sind.
Je nach Stecksystem können zusätzliche Elemente wie Sekundärverriegelungen montiert werden, um die Verbindung mechanisch zu sichern.
Die Montage von Steckverbindungen kommt bei unterschiedlichsten Leitungsarten zum Einsatz, darunter Einzellitzen, mehradrige Leitungen, Kabelsätze oder Kabelbäume. Typische Anwendungen finden sich im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automatisierungstechnik sowie in elektrischen Baugruppen, bei denen eine sichere und steckbare Verbindung erforderlich ist.
UL-Zulassungen
Die UL-Zulassung ist ein wichtiger Aspekt in der Kabelkonfektion und beschreibt die Zertifizierung von Produkten und Komponenten nach den Sicherheitsanforderungen der Organisation Underwriters Laboratories (UL), die insbesondere im nordamerikanischen Markt eine zentrale Rolle spielt.
Ziel der UL-Zulassung ist es, sicherzustellen, dass Materialien, Bauteile und fertige Kabelbaugruppen festgelegte Standards hinsichtlich elektrischer Sicherheit, Brandverhalten und mechanischer Belastbarkeit erfüllen. Im Rahmen dieses Prozesses werden sowohl einzelne Komponenten wie Leitungen, Isolationsmaterialien und Steckverbinder als auch komplette Baugruppen geprüft und bewertet. Voraussetzung für eine UL-konforme Fertigung ist die Verwendung von zugelassenen Materialien und Komponenten, die entsprechend gekennzeichnet sind und in den jeweiligen UL-Datenbanken gelistet werden. Darüber hinaus müssen die Fertigungsprozesse dokumentiert, nachvollziehbar und gleichbleibend reproduzierbar sein.
Hersteller unterliegen regelmäßigen Audits, bei denen überprüft wird, ob die Anforderungen weiterhin eingehalten werden. Eine korrekt umgesetzte UL-Zulassung zeigt sich in der entsprechenden Kennzeichnung der Produkte, bspw. durch das UL-Prüfzeichen, sowie in der Einhaltung der zugehörigen Spezifikationen und Verarbeitungsrichtlinien.
Die Einhaltung von UL-Anforderungen ist insbesondere für den Export in die USA und nach Kanada von großer Bedeutung und trägt wesentlich zur Produktsicherheit und Marktzulassung bei.
Je nach Lösung - Einzellitze, Mehraderleitung etc. - können wir als Kabelkonfektionär unterschiedliche UL-Zulassungen anbieten:
- Processed Wire ZKLU.E334194
- Processed Wire: Component: ZKLU2.E334194
- Processed Wire: Certified for Canada: ZKLU7.E334194
- Processed Wire: Certified for Canada Component: ZKLU8.E334194
- Wiring Harness: Component: ZPFW2.E335804
- Wiring Harness:Certified for Canada Component: ZPFW8.E335804